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Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement

Staatsministerin Melanie Huml würdigt Einsatz

23.10.2017

Aus der Region Bamberg wurden geehrt: Josef Leicht aus Hallstadt erhielt das Bundesverdienstkreuz; Konrad Göller aus Bamberg, Dagmar Stumpf aus Bischberg und Georg Ensner aus Hirschaid erhielten das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.



Rede der Staatsministerin Melanie Huml
anlässlich der Verleihung am 19. Oktober 2017:


Wenn wir alle nichts tun: Passiert dann auch nichts? Diese Frage prangt in Blockbuchstaben auf Plakaten des Münchner Residenztheaters. Und sie wirft weitere Fragen auf: Kann der Staat alles alleine richten? Bin ich wirklich nur für mich verantwortlich? Was kann meine Rolle in einer aktiven Bürgergesellschaft sein? Sie, sehr verehrte Damen und Herren, haben diese Fragen längst für sich beantwortet:

Sie engagieren sich für die Allgemeinheit. Sie zeichnen sich durch besondere Fürsorge und Mitmenschlichkeit aus. Sie packen mit an, damit die Welt ein Stückchen besser wird. Dafür haben Sie großes Lob, Dank und Anerkennung verdient und mir kommt die schöne Rolle zu, Sie damit zu überhäufen. Herzlich willkommen!

Ich habe heute die Ehre, Ihnen das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern, den Bayerischen Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, das Ihnen Ministerpräsident Host Seehofer oder Bundespräsident Franck Walter Steinmeier verliehen haben, feierlich zu überreichen.

„Schön reden tut’s nicht, die Tat ziert den Mann!“, hat Adolph Kolping einmal gesagt. Und die Frau natürlich auch. Sie sind eine Zierde für unsere Gesellschaft und deswegen stehen Sie völlig zu Recht heute hier. Schön, dass Sie auch Familie, Freunde und Weggefährten zur Aushändigung mitgebracht haben.

Bedeutung des Ehrenamts


Sehr geehrte Damen und Herren, das kommt eher selten vor, dass wir Bundes- und Landesorden und Ehrenzeichen gleichzeitig verleihen. Aber es spricht nichts dagegen. Denn alle diese Auszeichnungen würdigen herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Allgemeinheit.

Sie würdigen Frauen und Männer, die Vorbilder sind für andere, weil sie unser Zusammenleben prägen, unsere Heimat mitgestalten oder andere unterstützen, ihre Heimat zu entwickeln.

Für ein lebendiges Gemeinwesen ist ehrenamtliches Engagement unverzichtbar.

Bayernweit sind rund 3,8 Millionen Menschen in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich für andere Menschen aktiv. In Bayern stehen die Menschen zusammen. Sie können sich auf den Zusammenhalt verlassen, der auch über unsere Landesgrenzen hinausreicht.

Bayerns Stärke beruht auf seinen Menschen. Nirgends wird das so deutlich wie im Ehrenamt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

„Der Staat muss danken können.“ Mit diesen Worten hat Bundespräsident Theodor Heuss die Einführung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland begründet.

Das Heuss-Zitat ist heute noch aktuell: Der Staat kann danken. Und ich finde, der Staat muss danken. Denn jeder Orden ist ein Bekenntnis zu dem, was uns wertvoll und wichtig ist – zu Mut etwa, Miteinander und Mitmenschlichkeit.

Orden sind äußere Zeichen für eine innere Haltung, die auf solchen Werten beruht. Orden sollen diese Werte sichtbar machen, denn ein gesellschaftlicher Wertekanon ist keine Selbstverständlichkeit. Er muss im Alltag immer wieder neu errungen werden.

Tragen Sie ihre Auszeichnung mit berechtigtem Stolz. Sie ist ein sichtbares Zeichen des Dankes für Ihr uneigennütziges Engagement. Mögen Ihr Verhalten und Ihre Haltung zum Leitstern werden für andere.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf jetzt nacheinander Ihre persönlichen Verdienste würdigen und Ihnen die Auszeichnungen überreichen.

Das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern erhalten:
  • Frau Rosa Bürger, Kulmbach
  • Herr Georg Ensner, Hirschaid
  • Herr Konrad Göller, Bamberg
  • Frau Roswitha Kreuzer, Nittendorf
  • Frau Dagmar Stumpf, Bischberg.
Den Bayerischen Verdienstorden erhält:
  • Frau Marga Perner, Tröstau.
Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten:
  • Herr Josef Leicht, Hallstadt
  • Frau Petra Thümmler de Yalico Campos, Forchheim.


Laudationes

Josef Leicht, 96103 Hallstadt


Lieber Herr Leicht,

Sie zeichnen sich als verantwortungsbewusster Unternehmer und durch Ihr ehrenamtliches Wirken im wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich aus.

Als Maschinenbaumeister haben Sie im Jahr 1965 in Gaustadt die Firma Maschinenbau Leicht gegründet. 1970 haben Sie sie nach Hallstadt verlegt. Zielstrebig haben Sie Ihre Firma stetig modernisiert und sie dadurch kontinuierlich weiterentwickelt. Es freut mich besonders, dass Ihr Unternehmen letztendlich am Weltmarkt operiert.

Ihre unternehmerische Tätigkeit haben Sie im Jahr 2015 beendet und Ihre Firma verkauft. Zu diesem Zeitpunkt hatten Sie bereits einen starken Grundstein für nachhaltiges weiteres Wachstum gelegt.

Von Ihren unternehmerischen Leistungen möchte ich einen Aspekt herausgreifen, der uns beiden sehr am Herzen liegt: Die berufliche Ausbildung junger Menschen.

Mehr als 300 junge Auszubildende durften eine Lehre in Ihrer Firma absolvieren. Sie haben dabei immer dafür gesorgt, dass die Prüflinge nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eine Festanstellung in Ihrer Firma erhalten, was nicht selbstverständlich war.

Damit haben Sie auch der Jugendarbeitslosigkeit entscheidend entgegen gewirkt.

Sie waren nicht nur ein herausragender Unternehmer, sondern sind auch ehrenamtlich in vorbildlicher Weise für die Region Hallstadt engagiert. Tatkräftig  tragen Sie dazu bei, das gesellschaftliche Leben der Bewohner zu gestalten und zu bereichern.

Seit dem Jahr 1978 sind Sie ordentliches beziehungsweise stellvertretendes Mitglied im Prüfungsausschuss der Feinwerkmechaniker der Metallinnung Bamberg. Von den knapp 40 Jahren waren Sie 17 Jahre lang der Vorsitzende des Ausschusses.

Weiterhin haben Sie 20 Jahre lang als stellvertretendes Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer für Oberfranken Verantwortung übernommen. Weitere sechs Jahre waren Sie engagiertes Verwaltungsratsmitglied bei der Sparkasse in Bamberg.

Sie haben sich an vielen gesellschaftlichen Projekten in Hallstadt beteiligt und unterstützen seit vielen Jahren äußerst engagiert die örtlichen Vereine. Dafür auch mein persönlicher Dank.

Besonders hervorzuheben ist Ihr vorbildlicher Einsatz für die Theatergruppe in Hallstadt. Regelmäßig stellen Sie der Gruppe technische Geräte aus Ihrem Betrieb zur Verfügung. Auch finanziell unterstützen Sie die Theatergruppe, um ihre jährlichen Aufführungen und das hohe Niveau weiterhin zu sichern.

Es ist Ihnen ferner ein großes Anliegen, die seit mehr als 20 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Hallstadt und Lempdes, einer französischen Gemeinde in Zentrum Frankreichs, zu stärken. Durch Ihre finanzielle Förderung tragen Sie erheblich zur Beibehaltung der Partnerschaft bei und erweisen sich als überzeugter Europäer.

Lieber Herr Leicht,

Sie haben sich durch Ihr Wirken im wirtschaftlichen sowie im gesellschaftlichen Bereich unserer Region Hallstadt verdient gemacht. Für Ihre hervorragenden Leistungen und Ihren Einsatz überreiche ich Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!


Petra Thümmler de Yalico Campos, 91301 Forchheim


Liebe Frau Thümmler de Yalico Campos,

seit über zwei Jahrzehnten leisten Sie aufopferungsvoll individuelle Missions- und Entwicklungsarbeit und helfen dadurch den Ärmsten.

Zugleich sind Sie quasi „Botschafterin“ der Bundesrepublik Deutschland, die in Peru Hilfsbereitschaft und soziale Verantwortung für Not leidende Menschen verkörpert.

Nach der Eheschließung mit Ihrem Ehemann Juan sind Sie gemeinsam in seine Heimat Peru gegangen, um dort Entwicklungshilfe zu leisten. Sie haben die Not der dort lebenden Menschen sehr schnell erkannt und mit Ihrem Ehemann ein Hilfssystem für die Einwohner aufgebaut.

Aus einer kleinen Landwirtschaft im Urwald haben Sie durch Ihr herausragendes und unermüdliches Engagement ein umfangreiches privates Netzwerk zur Unterstützung der Einheimischen geschaffen. Bereits seit 25 Jahren besteht das Netzwerk nun schon.

Zur finanziellen Unterstützung und zur Bündelung der Spenden wurde 1990 der gemeinnützige Verein „Peru Hilfe Beit Shalom“ gegründet. Den Vorsitz des Vereins hat Ihr Vater, Lothar Thümmler, übernommen.

Der Verein mit zwölf Mitgliedern und einem Freundeskreis von rund 100 Menschen bildet die Grundlage, die Organisation und die Struktur des Hilfssystems.

Mir wurde gesagt, Ihr Ziel sei die „Anleitung zur Selbsthilfe“. Dadurch erreichen Sie eine nachhaltige Veränderung und Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung. Das gelingt Ihnen hervorragend. Sie leisten Hilfe im Krankenhaus und unterstützen zum Beispiel die Bewohnerinnen und Bewohner beim Bau von Brücken und Straßen mit Materialien.

Auch den unzähligen Kleinbauern greifen Sie unter die Arme. Sie helfen bei der Umstellung auf nachhaltige Landwirtschaft und leisten finanzielle Anschubhilfe. Besonders fördern Sie den Anbau von Kaffee, Bananen und Zitrusfrüchten. Ihre vorbildliche Hilfe ist langfristig angelegt. Sie weist den Weg in die Selbstständigkeit und eine bessere Zukunft für die Einheimischen.

Zudem legen Sie großen Wert auf die dauerhafte Verbesserung der Einkommenssituation der Einwohner. Durch die eingenommenen Spenden, werden die Einnahmen der Bewohner aufgestockt. So können sie sich zusätzliche nützliche Dinge kaufen. Beispielsweise der kleine Imbissbetreiber einen Ofen oder die Schneiderin eine Nähmaschine.

Ebenfalls durch Spendengelder finanzieren Sie notwendige Operationen, Therapien und Medikamente für Kinder und Erwachsene. Liebevoll pflegen, versorgen und betreuen Sie und Ihr Ehemann oft  Patientinnen und Patienten nach der Krankhausentlassung psychisch und physisch.

Liebe Frau Thümmler de Yalico Campos,

Sie leisten höchst wertvolle und aufopferungsvolle Entwicklungsarbeit und ermöglichen den Menschen in Peru das Überleben. Für diese bewundernswerten Leistungen überreiche ich Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!
 

Herr Konrad Göller, 96049 Bamberg



Lieber Herr Göller,

seit 1990 engagieren Sie sich außerordentlich tatkräftig für die Hospizarbeit und sind Gründungsmitglied des Hospizvereins Bamberg.

Schon während Ihrer ehemaligen beruflichen Tätigkeit als „Beauftragter für Hospizaufgaben“ in der  Erzdiözese Bamberg waren Sie mit der Hospizarbeit eng verbunden. Deshalb wurden Sie im Hospizverein Bamberg mit den Aufgaben des „Geistlichen Leiters“ und des spirituellen Begleiters betraut.

Vom stellvertretenden Vorsitzenden des Hospizvereins Bamberg wurden Sie 2009 zum ersten Vorsitzenden des Vereins ernannt. Diese Tätigkeit führen Sie heute noch aus. Das haben sie ganz sicher Ihren Fähigkeiten zu verdanken, andere Menschen zu begeistern, zu ermutigen und Vertrauen aufzubauen.

Mit besonders großem Engagement setzen Sie sich innerhalb des Hospizvereins für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Sie nutzen die verschiedensten Medien, um die Hospizidee zu verbreiten und machen auf den Verein aufmerksam. Es ist Ihnen deutlich anzumerken, wie wichtig Ihnen die Weiterentwicklung und die Verbreitung der Hospizarbeit sind.

Mit der Gründung der Hospiz-Akademie Bamberg im Jahre 2002 wurden Sie Mitglied des Aufsichtsrates. Seit 2015 sind Sie stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes.
Auch dieses Amt üben Sie mit überaus großem Engagement aus.

Neben den vielen organisatorischen Aufgaben liegt Ihnen die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen sehr am Herzen. Sie sagten einmal: „Für mich wächst daraus Kraft, Zufriedenheit und Dankbarkeit und es stärkt immer wieder meinen Blick auf das Wesentliche“. Ihre persönliche Einstellung schätze ich sehr.

Lieber Herr Göller,

Sie tragen engagiert dazu bei, die Hospizarbeit zu verbessern und öffentlich zu verbreiten. Voller Dankbarkeit und Wertschätzung Ihrer Tätigkeiten überreiche ich Ihnen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern. Herzlichen Glückwunsch!


Frau Dagmar Stumpf, 96120 Bischberg



Liebe Frau Stumpf,

über 30 Jahre lang waren Sie voller Engagement im Sozialverband VdK, Ortsverband Bischberg, ehrenamtlich aktiv.

Dort haben Sie hauptsächlich die Aufgaben der Kassiererin und Schriftführerin übernommen und Ihre Kompetenzen in Buchführung eingebracht.

Als Kassiererin haben Sie zusammen mit der Kreisgeschäftsstelle die Kassengeschäfte des Ortsverbandes geführt und bei der Verbuchung von Reisekosten, Telefongebühren und der finanziellen Abwicklung von Ausflugsfahrten stets die gebotene Sorgfalt walten lassen.

Bei Ehrungen von Jubilaren oder Ortsverbandsversammlungen des „VdK“ haben Sie in Ihrer Funktion als Schriftführerin mitgewirkt. Ebenso aktiv waren Sie in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Pflege von Kontakten zu anderen Ortsverbänden.

Neben Ihren bereits genannten Hauptaufgaben als Kassierern und Schriftführerin im Verein haben Sie geholfen, wo Sie nur konnten.

Liebevoll haben Sie für die verstorbenen VdK-Mitglieder Gottesdienste organisiert. Sie haben den Blumenschmuck für Allerheiligen und den Volkstrauertag ausgewählt und sind den behinderten Menschen und den Senioren im Alltag zur Seite gestanden.

Im Jahr 2014 haben Sie Ihre Ämter abgegeben. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie sich vom Ortsverband Bischberg trennen möchten. Sie sind weiterhin ein stolzes Mitglied des Vereins, in dem Sie so gerne aktiv waren.

Auch erwähnenswert ist ihr fünfjähriges Engagement als Schriftführerin für den Kulturring des Ortes Bischberg.

Liebe Frau Stumpf,

für Ihre Verdienste im Rahmen des Sozialverbands VdK für den Ort Bischberg möchte ich Ihnen ganz herzlich danken und überreiche Ihnen hiermit das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von ihm Ehrenamt tätigen Frauen und Männern. Herzlichen Glückwunsch!


Herr Georg Ensner, 96114 Hirschaid


Lieber Herr Ensner,

mit überaus großem Engagement und höchster Verlässlichkeit waren Sie mehr als 24 Jahre lang Vorstand des Hospizvereins Bamberg.

Durch Ihren ehemaligen Beruf als Verwaltungsdirektor beim Landratsamt Bamberg verfügen Sie über ausgezeichnete Verwaltungserfahrung und Fachkompetenz. Diese Fähigkeiten haben Ihnen 2002 beim Aufbau der Hospiz-Akademie in Bamberg enorm geholfen.

In der Hospiz-Akademie waren Sie zuerst als Aufsichtsrat und später als ehrenamtlicher Geschäftsführer aktiv. Dank Ihrem herausragenden Engagement haben Sie einen wertvollen Beitrag zur Stabilität und Fortentwicklung der Akademie geleistet. Die Veranstaltungen zu Themen wie Hospizarbeit, Palliativpflege und Palliativmedizin sind weit über die Region Bamberg hinaus bekannt.

Ihnen war es immer wichtig, den schwerstkranken und sterbenden Menschen bis zuletzt ein würdevolles und weitgehend schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Durch Ihre Empathie und Ihr großes Verwaltungsgeschick, ist Ihnen das sehr gut gelungen.

Darüber hinaus waren Sie auch bei dem Verein Kunst- und Kulturbühne Hirschaid als Kassenprüfer ehrenamtlich tätig. Besonders lagen Ihnen die historischen und kulturellen Belange des Marktes Hirschaid am Herzen. Zum Beispiel haben Sie zwei Museen betreut und verwaltet und kulturelle Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Auch hier wurde Ihr überdurchschnittliches Engagement überaus geschätzt.

Lieber Herr Ensner,

die Hospizarbeit war Ihnen eine Herzensangelegenheit. Sie haben sich sehr viele Jahre überaus aktiv in diesem Bereich engagiert. Sie sind damit ein Vorbild für Ihre Mitmenschen. In großer Dankbarkeit für Ihre Leistungen darf ich Ihnen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern überreichen. Herzlichen Glückwunsch!


Frau Roswitha Kreuzer, 93152 Nittendorf


Liebe Frau Kreuzer,

über 20 Jahre haben Sie sich äußerst engagiert für die Frauen der Gemeinde Nittendorf eingesetzt. Von Beginn an waren Sie stets treibende Kraft bei der Ideenfindung, Organisation und Durchführung aller Aktionen des „Kommunalen Frauentreffs“, kurz „KFT“, in Nittendorf.

Im Fokus des „KFT“ standen Frauen, Kinder und Familien. Das Aufgabenfeld des „KFT“ war sehr vielseitig. So haben Sie sich zum Beispiel tatkräftig dafür eingesetzt, die Infrastruktur in der Gemeinde Nittendorf zu verbessern. Hier waren Ihnen längere Kindergartenzeiten und zusätzliche Kindergartenplätze sehr wichtig.

Zudem haben Sie regelmäßig öffentliche Vorträge, etwa zu Themen wie Rentensituation der Frauen oder Patientenverfügungen, organisiert.

Des Weiteren sind Sie seit 2003 als ehrenamtliche Hospizbegleiterin und bis 2013 sogar als Vorstandsmitglied im Hospizverein Regensburg aktiv. Mit viel Empathie begleiten Sie schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen im häuslichen Umfeld und in den Einrichtungen.

Mit Ihrem großen Herz engagieren Sie sich auch als Kinderhospizbegleiterin und unterstützen Eltern, die ein Kind in der Schwangerschaft oder durch eine Totgeburt verloren haben, in ihrer schweren Zeit.

Ihre große Einsatzbereitschaft beweisen Sie vor allem auch durch Ihre Mitwirkung bei der 24-Stunden-Rufbereitschaft des Vereins „Vitae Regensburg Gruppen von trauernden Eltern“.

Ihr unermüdliches und vorbildliches Engagement zeigt sich durch zwei weitere Ehrenämter. Sie haben die Mutter-Kind-Gruppe Parsberg aufgebaut und leiten sie seitdem. Ebenso sind Sie im Unterstützerkreis für Flüchtlinge in Nittendorf aktiv.

Liebe Frau Kreuzer,

dankbar und voller Wertschätzung für Ihre vorbildlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten darf ich Ihnen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern überreichen. Herzlichen Glückwunsch!


Frau Rosa Bürger, 95326 Kulmbach


Liebe Frau Bürger,

im Jahr 1994 haben Sie nach einer schweren Krankheit Ihren Beruf als Krankenschwester aufgeben müssen. Das hielt Sie aber nicht davon ab, Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen zu nutzen, um sich im sozialen Bereich zu engagieren.

Seit 1995 sind Sie ehrenamtlich im Diakonischen Werk Kulmbach aktiv. Dort haben Sie sich anfangs der Aktion „Zeit haben“ angeschlossen und ältere und einsame Mitbürgerinnen und Mitbürger besucht.

Im Jahr 1997 haben Sie den Hospizverein Kulmbach mitgegründet. Durch Ihr offenes Auftreten und Ihre freundliche Ausstrahlung gelingt es Ihnen in kürzester Zeit, ein Vertrauensverhältnis zu den schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen aufzubauen.

Geduldig und einfühlsam führen Sie Gespräche, hören zu und vermitteln Sicherheit in diesen Extremsituationen. Viel Fingerspitzengefühl beweisen Sie auch in Ihrer Funktion als Mentorin der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerne teilen Sie mit ihnen Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen.

Sie haben den Hospizverein nicht nur maßgeblich geprägt, sondern repräsentieren ihn auch nach außen.

Viele Stunden Ihrer Freizeit opfern Sie für dieses anspruchsvolle Ehrenamt. Zeit, in der Sie eigene Interessen zurückstellen, um für andere Menschen da zu sein.

Lieber Frau Bürger,

für Ihre von Nächstenliebe und Einfühlungsvermögen geprägte Leistung verleihe ich Ihnen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern. Herzlichen Glückwunsch!


Frau Marga Perner, 95709 Tröstau


Lieber Frau Perner,

Sie haben Ihr gesamtes Leben Ihrer behinderten Tochter gewidmet und sind seit ihrer Geburt im Jahr 1968 rund um die Uhr für sie da.

Ihre Tochter kam schwerstbehindert zur Welt und kann leider auch nicht sprechen. Sie benötigt Tag und Nacht Pflege und Sie haben ohne zu zögern diese aufopferungsvolle Pflegetätigkeit übernommen.

Die tägliche Pflege nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und auch die physische Anstrengung ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Je älter Ihre Tochter wird, umso schwerer fallen ihr die Bewegungen. Das bedeutet einen höheren Kraftaufwand für Sie.

Es ist Ihnen zu jeder Zeit eine Herzensangelegenheit gewesen, Ihrer Tochter die Pflege und Versorgung in ihrer vertrauten Umgebung zuteilwerden zu lassen. So ist es außerordentlich bewundernswert, dass Sie das mit über 70 Jahren noch immer so hervorragend meistern. Mit Ihrer selbstlosen und fürsorglichen Betreuung tragen Sie ganz entscheidend zum Wohlbefinden Ihrer schwerstbehinderten Tochter bei.

Seit September 2015 besucht Ihre Tochter wöchentlich zwei bis drei Stunden die Lebenshilfeeinrichtung Marktredwitz-Selb-Wunsiedel. In dieser kurzen Zeit können Sie sich wenigstens ein bisschen regenerieren und neue Kräfte für die körperlich und seelisch belastende Anstrengung schöpfen.

Liebe Frau Perner,

ich wünsche Ihnen von Herzen weiterhin sehr viel Kraft. Für Ihre bewundernswerte Pflegeleistung überreiche ich Ihnen den Bayerischen Verdienstorden des Ministerpräsidenten. Herzlichen Glückwunsch!



Laudationes und Fotos:
https://www.stmgp.bayern.de/ministerium/auszeichnungen/bundesverdienstorden/








Staatsministerin Melanie Huml, MdL

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