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Einweihung der Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg

10.11.2017
Bambergs Generalstaatsanwalt Thomas Janovsky zeigt Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und Gesundheitsministerin Melanie Huml die neuen Räumlichkeiten
Bambergs Generalstaatsanwalt Thomas Janovsky zeigt Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und Gesundheitsministerin Melanie Huml die neuen Räumlichkeiten

Die derzeit deutschlandweit größte staatsanwaltschaftliche Spezialeinheit zur Bekämpfung von Cyberkriminalität ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern. Am 10. November 2017 haben Justizminister Prof. Dr. Bausback und Staatsministerin Huml die neuen Räumlichkeiten in der Lagarde-Kaserne Bamberg eingeweiht.

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback weiht zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml die neuen Räumlichkeiten der Zentralstelle Cybercrime Bayern auf dem Areal der Lagarde-Kaserne in Bamberg ein.

Bausback in seiner Festrede: "Mit mehr Personal und hochmodernen Arbeitsplätzen haben wir in Bamberg nicht nur die derzeit bundesweit größte staatsanwaltschaftliche Spezialeinheit zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Entscheidend ist: Wir sorgen damit für eine noch höhere Schlagkraft im Kampf gegen Cybercrime! Und das ist auch ganz zentral, denn: Dieser Kriminalitätsbereich ist für unsere Strafverfolgungsbehörden eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Mit der verstärkten Zentralstelle geben wir die richtige Antwort auf illegale Geschäfte im Darknet, Hackerangriffe und Fake-Shops!"

Bayerns Gesundheitsministerin Huml ergänzt: "Die Ansiedelung der Zentralstelle Cybercrime Bayern leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Justizstandorts Bamberg. Sie passt auch hervorragend in das Konzept des neuen urbanen Stadtviertels, in dem man sehr gut leben und arbeiten kann. Dafür habe ich mich von Anfang an eingesetzt."

Mit einem physikalisch vom normalen Behördennetz getrennten leistungsfähigen Netzwerk wurden die technischen Möglichkeiten für erfolgreiche Ermittlungen im Internet erweitert. Insgesamt wurden im Rahmen der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen 16 km Datenkabel verlegt. Bausback: "Die Zentralstelle ist so nun räumlich und technisch noch besser aufgestellt und kann mit Hackern und anderen Cyberkriminellen auch technisch mühelos Schritt halten. Es war ein Glücksfall, dass bei der Sanierung die speziellen technischen und baulichen Anforderungen der Justiz von Anfang an berücksichtigt wurden."

Auch in personeller Hinsicht wurde und wird die Zentralstelle in diesem und im nächsten Jahr noch einmal um insgesamt 24 Stellen verstärkt. Darunter befinden sich nicht nur Staatsanwälte, sondern erstmals auch IT-Forensiker. Bausback: "Wie in kaum einem anderen Deliktsbereich brauchen unsere Staatsanwälte unmittelbar technische Unterstützung, um den häufig verborgenen Strukturen der Cyberkriminalität auf die Spur zu kommen. Dazu leisten die IT-Forensiker einen ganz wichtigen Beitrag!"

Abschließend spricht Bayerns Justizminister allen Beteiligten seinen Dank aus: "Der Stadt Bamberg und der Stadtbau GmbH Bamberg danke ich für die optimale Zusammenarbeit bei der Bereitstellung und Sanierung der neuen Räumlichkeiten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralstelle für ihren großartigen Einsatz für Recht und Sicherheit in der virtuellen Welt. Sie tragen wesentlich dazu bei, staatliche und kommunale Einrichtungen sowie jeden einzelnen Bürger auch im Cyberspace effektiv zu schützen."


Hintergrund:

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wurde am 1. Januar 2015 gegründet. Sie ist bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg eingerichtet. Die Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität, also bei Delikten, bei denen die Computer- und Informationstechnik als Tatmittel oder Tatobjekt verwendet werden. Neben Cyberattacken mit Schadsoftware befassen sich die Ermittler insbesondere mit illegalen Geschäfte im Darknet, wie zum Beispiel Kinderpornographie oder Waffenhandel, betrügerischen Fake-Shops oder gezielten Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen. Neben ihrer Ermittlungstätigkeit fungiert die ZCB als zentrale Ansprechpartnerin für die örtlichen Staatsanwaltschaften und arbeitet eng mit den Spezialisten der Polizei und den Staatsanwaltschaften anderer Länder zusammen. Wurden im ersten Jahr ihres Bestehens 502 Ermittlungsverfahren eingeleitet, waren es im Jahr 2016 schon 1.545. 2017 hat die ZCB rund zwei Monate vor Jahresende bereits 1.463 Verfahren erfasst. Zum 1. Oktober 2017 hat die ZCB ihre neuen Räumlichkeiten auf dem Areal der Lagarde-Kaserne in Bamberg bezogen.


Quelle: Bayerisches Staatsministerium der Justiz










Staatsministerin Melanie Huml, MdL

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